Hypnose und Meditation Unterschied

– Hypnose und Meditation –

Worin besteht eigentlich der Unterschied ?

In diesem Artikel wird er ausführlich erläutert.

Hypnose und Meditation; man hört die Wörter hier und da und stellt sich irgendwie vor, dass es mit Entspannung, Yogasitz und möglicherweise sogar willenloser Manipulation zu tun hat. Doch was genau hat es mit diesen beiden Entspannungsarten auf sich?
Um den Unterschied zwischen Hypnose und Meditation klar herauszustellen, ist es zunächst einmal wichtig, beide Methoden im Einzelnen genauer zu betrachten.

Die Meditation

Begrifflickeit Meditation

Das Wort Meditation leitet sich vom lateinischen „Meditatio“ ab. Es bedeutet so viel wie Nachdenken, Nachsinnen, oder Überlegen.

Bei der Meditation handelt es sich um eine Übung, durch welche Bewusstseinszustände, wie Gedankenleere, -stille, Gedankenfreiheit, usw. angestrebt werden. Durch die Meditationspraxis soll sich das Denken beruhigen und der Geist sich sammeln.

Herkunft

Im Wesentlichen wird dieser Zustand durch Übungen zur Achtsamkeit, und/oder die Konzentration auf den Atem hergestellt. Entgegen landläufiger Meinungen wurzelt die Meditation nicht nur in fernöstlichen Kulturen.

Auch in der christlichen Tradition sind meditative Praktiken ein wesentlicher Bestandteil des Glaubens. Ist man in der christlichen Tradition tief im Gebet versunken, so spricht man zu Gott und konzentriert sich ausschließlich auf das Zwiegespräch, frei vom Alltagsbewusstsein.

Meditationsarten

Je nach der traditionellen religiösen Herkunft unterscheidet man vielfältige Meditationstechniken;  So gibt es die Stille- oder Ruhemeditation, bei der die Gedanken ruhen und der Geist möglichst still steht. Dann gibt es die Achtsamkeits-Meditation, welche sich im westlichen Bereich zunehmender Beliebtheit und Praxis erfreut. Sie basiert auf Elementen der buddhistischen Achtsamkeitspraxis. Bei dieser Übung geht es um die vollkommene Konzentration auf den gegenwärtigen Augenblick. Ohne dabei zu bewerten, oder an Gedanken und Gefühlen zu hängen, ruht die Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt. Bei der Konzentrations-Meditation hingegen, konzentriert sich der Übende auf ein einziges Objekt, wie zum Beispiel eine Blume, den Atem, oder die konzentrierte Fokussierung auf Feuer oder Wasser. Ziel ist es, den andauernden Gedankenfluss auszuschalten und dadurch für eine Beruhigung des Geistes zu sorgen.

Bei der Transzendentalen Meditation ™, welche aus dem Indischen stammt, wird ein bestimmtes Wort (Mantra) rezidiert. Durch die Zuhilfenahme der Wortwiederholung des jeweiligen Mantras, erreicht der Meditierende einen Zustand tiefer Stille. Ausserdem erlangt er gleichzeitig eine erhöhte Wachheit.

Aktive Meditationsformen sind z.B. die Gehmeditation: Hierbei richtet man seine Aufmerksamkeit auf den Vorgang des Gehens. Überdies gibt es diverse Meditationsarten, bei denen unterschiedliche Tätigkeiten mit großer Geistesgegenwart und bestimmten Formen der Achtsamkeit ausgeführt werden (z.B. die Teezeremonie, die Schreibkunst). Zu den aktiven Meditationsarten gehört auch das Yoga, die Kampfkunst bestimmter asiatischer Schulen, sowie der Tanz.

Vielfach wird auch Musik verwendet, um die Meditation einzuleiten; insbesondere die gregorianischen Choräle des Christentums haben eine meditative Wirkung. Doch auch das fernöstliche Wiederholen von Mantras führt den Übenden in den Zustand eines meditativen Bewusstseinszustandes.

Auswirkungen der Meditation auf unsere Gesundheit

Regelmäßige Meditation wird in der westlichen Medizin häufig als Entspannungstechnik empfohlen. Durch das Praktizieren von Meditation wird der Herzschlag verlangsamt, die Atmung vertieft und die Entspannung der Muskulatur erreicht. Neurologisch lässt sich nachweislich eine Veränderung der Gehirnwellen messen. Es gibt Belege darüber, dass Meditation einen positiven Einfluss auf den Blutdruck und den Stress bei den Praktizierenden nimmt. Sowohl der Herzschlag, ebenso wie der Blutdruck, als auch der Stresspegel senken sich.

Meditation wirkt sich positiv auf die psychische und physische Gesundheit des Praktizierenden aus. Ebenso auf seine Lebenszufriedenheit, wie auf seine Stimmung.

Wesentlicher Unterschied zwischen Gebet und Meditation ist allerdings der Aspekt, dass man während des Gebetes mit einem höheren Wesen (Gott) in Kommunikation tritt, während man bei der Meditation eher den Aspekt des Hörens (auf Gott; seine innere Stimme) in den Vordergrund schiebt.

Die Hypnose

Begrifflichkeit Hypnose

Die Hypnose ist ein Zustand von Entspannung, welche durch eine Trance eingeleitet wird. Am Ende der Trance soll das Wachbewusstsein weitestgehend ausgeschaltet sein. Dadurch erhält das Unterbewusstsein eine höhere Aufnahmefähigkeit und damit eine größere Empfänglichkeit für sogenannte Suggestionen. Man könnte es auch so formulieren: Je unbewusster das Bewusstsein wird, desto bewusster wird das Unterbewusstsein.

Der Hauptteil der Hypnose ist gekennzeichnet durch einen veränderten Bewusstseinszustand, in dem die Aufmerksamkeit nach Innen gerichtet ist. In dieser Phase ist der Hypnotisant besonders empfänglich für Eingebungen von Außen. Diese Eingebungen in Form von Gedanken und Sätzen, welche durch einen Hypnotiseur vorgegeben werden, nennt man Suggestionen.

Es ist zu beachten, dass der Hypnotisant während der Hypnose nicht willenlos wird, sondern die vollkommene Kontrolle über seine Gedanken und seine Person behält. Somit ist es nicht möglich, dem Hypnotisanten Glaubenssätze einzugeben, welche dessen allgemeinen moralischen, ethischen und emotionalen Glaubenssystemen widersprechen.

Ziele

Das Ziel der Suggestionen bei seriösen Hypnosen ist es demnach immer, einen für den Hypnotisanten positiven Gedanken zu implementieren, um dessen Lebensqualität zu erhöhen.

Wirkung

Die eingegebenen Suggestionen erzeugen beim Klienten den emotionalen Wunsch das suggerierte Verhalten auszuführen und beizubehalten. Im Einklang mit seinen Zielen, führt das Unterbewusstsein die vorgegebenen Suggestionen nahezu automatisch im weiteren Verlauf des Alltags aus.

Bei der Hypnose ist die Aufmerksamkeit auf innere Vorgänge gerichtet. Die Umgebung wird zwar noch wahrgenommen, jedoch mit deutlich verminderter Aufmerksamkeit. Die Wahrnehmung des inneren Erlebens wird durch den Hypnotiseur angeregt und führt idealerweise, durch entsprechende Vorgaben, zu Veränderungen.

Während das normale Wachbewusstsein die Alltagsabläufe mit Hilfe des rationalen Denkens steuert und die Kontrolle des Geschehens in der äußeren Umgebung übernimmt, so so schaltet sich das Wachbewusstsein im Zustand der Hypnose vorübergehend aus. Das Unterbewusstsein wird aktiver und erhält einen stärkeren Einfluss.

Normalerweise kann jeder Mensch hypnotisiert werden, denn es handelt sich um einen sehr natürlichen Vorgang. Im normalen Alltagsgeschehen fallen wir ständig in hypnoseähnliche Zustände: Zum Beispiel beim Autofahren: Während uns die Stimme des Radiosprechers, sowie die Werbebotschaften mit Informationen versorgen, die direkt ins Unterbewusstsein gehen, führen wir die Autofahrt überwiegend automatisch gesteuert aus; ein tranceähnlicher Zustand.

Effekte

Im hypnotischen Zustand wird der Körper und der Geist entkrampft. Der innere Bezugsrahmen erweitert sich und die Handlungsspielräume können sich vergrößern. Insgesamt dient die Hypnose der Stärkung der Persönlichkeit, der Unterstützung von Verhaltensänderungen, sowie der Schmerzreduzierung und der Behandlung von psychosomatischen Krankheiten. Sie wirkt idealerweise angstmindernd, und es können auch längst vergessene Situationen oder Begebenheiten erinnert werden.

Während der Hypnose erhöht sich die Suggestibilität, wobei das ethische, moralische und emotionale Wertesystem unverändert aufrecht erhalten bleibt. Die Atmung vertieft sich, die Pulsfrequenz verändert sich, der Hautwiderstand verringert sich und die Hypnose beeinflusst die vegetativen Systeme (Blutdruck).

Interessant ist die Tatsache, dass das Unterbewusstsein Verneinungen nicht versteht. Es nimmt die Suggestionen also wörtlich. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Hypnose stets mit der Ausleitung endet, die den Zustand der Trance wieder aufhebt, und dem Hypnotiseur dabei hilft, den Hypnotisanten wieder in das Wachbewusstsein zurück zu begleiten.

Menschen, die sich hypnotisieren lassen wollen, möchten durch die Hypnose meist einen Zustand der Veränderung erreichen, da sie mit dem derzeitigen Zustand unzufrieden sind. Sie fühlen sich nicht dazu in der Lage, ihre Probleme durch bewusste Prozesse zu lösen. Der erlernte Bezugsrahmen ist ihnen zu eng geworden, und lässt sie im gegenwärtigen System verharren.

In der Hypnose erweitert sich der innere Bezugsrahmen, neue Lösungsmöglichkeiten offenbaren sich, und man erlernt andere Sichtweisen und neue Verhaltensmuster.

Die Intervention des Hypnosetherapeuten besteht darin, den Patienten dabei zu unterstützen, seine eigenen Ressourcen aufzudecken und zu nutzen. So regt die Hypnose einen inneren Prozess an, der zu Lösungen führt und neue Verhaltensmuster anlegt.

Hypnose und Meditation - Unterschiede

Betrachten wir uns nun einmal die wesentlichen Unterschiede zwischen Meditation und Hypnose. Ein wichtiger Unterschied ist der, dass bei der Hypnose eine Trance eingeleitet wird, sowie eine Ausleitung vorgenommen wird, während es bei der Meditation zwar auch um einleitende Maßnahmen geht, die jedoch nicht in einen derart tiefen Trancezustand führen.

Geht es bei der Meditation eher um den Zustand der Gedankenleere und dem Versuch den Gedankenfluss zu stoppen, so wird bei der Hypnose das Gedankengut meist von außen an den Praktizierenden herangetragen. Das Unterbewusstsein des Praktizierenden nimmt die von außen suggerierten Gedanken oder Sätze auf, integriert sie und ruft sie dann im weiteren Alltagsgeschehen leichter ab.

Während die Hypnose dazu verwendet wird einer Person zu helfen Probleme zu lösen, neue Verhaltensweisen oder Ziele zu erlangen, oder bestimmte Aufgaben zu bewältigen, so ist die Meditation eher ein Prozess des Loslassens und des Innehaltens. Ein Loslassen vom bewussten Denken, ein Loslassen vom „erreichen wollen“ ein Loslassen vom „wollen“, ein Zustand des Gewahrseins des Bewusstseins. Auch durch den Prozess des Loslassens können sich neue Lösungen und Wege für den Praktizierenden auftun.

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