Angststörung Symptome

Angststörung Symptome; Es ist völlig normal, ab und zu Angst zu haben oder sich Sorgen zu machen. So geht es vielen von uns so, dass sie aufgeregt sind, wenn sie vor Publikum sprechen müssen, eine Prüfung ablegen oder sich Sorgen um ihre Gesundheit machen.

Für manche Menschen werden Ängste jedoch zu einem ernsthaften Problem und beeinträchtigen erheblich ihre Lebensqualität.

Oftmals bemerken die betreffenden Personen ihre Angststörung gar nicht, weil das Angstgefühl sie seit Jahren ständig begleitet. Angststörung Symptome; diese diffusen Missempfindungen sind bei den Betroffenen schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass man von Gewohnheiten sprechen könnte.

Um herauszufinden, ob du möglicherweise an einer Angststörung leidest, möchte ich dir nachfolgend 10 typische Symptome der Angststörung näherbringen.

Die am ehesten bemerkten Anzeichen sind überwiegend körperlicher Natur:

ANGSTSTÖRUNG SYMPTOME:

  1. Körperliche Symptome

Die häufigsten körperlichen Beschwerden äußern sich in Herzrasen, Schweißausbrüchen, innerer Unruhe, Übelkeit, Schwindelgefühle, Druckgefühl in der Brust, begleitet von Atemnot und möglicherweise Hyperventilation. Auch häufige Muskelverspannungen an unterschiedlichen Stellen können auf eine Angststörung hinweisen. Sogar akute und chronische Schmerzen sind nicht ungewöhnlich.

  1. Innere Unruhe und sich Sorgen

Ein ständiges Gedankenkreisen und sich Sorgen über alles mögliche zu machen sind typische Anzeichen einer generalisierten Angsterkrankung. Man kann einfach nicht abschalten und blickt besorgt in die Zukunft, macht sich pausenlos Gedanken um seine Liebsten, die Gesundheit und das Geld. Dies führt zu innerer Unruhe und dem Gefühl etwas unternehmen zu müssen, was man aber nicht kann, denn es ist ja eigentlich nichts los. Innere Anspannung, sowie Verspannungen der Muskeln sind die Folge.

  1. Schlafstörungen

Das Einschlafen scheint unmöglich, weil einem ständig die Gedanken um Arbeit, Kinder, Geld oder Beziehungsproblemen durch den Kopf gehen. Eine Endlosschleife, welche die dringend benötigte Ruhe verhindert. Hat man es dann endlich doch geschafft einzuschlafen, schreckt man nachts hoch und kann nicht wieder einschlafen, weil einen die gleichen Gedanken wieder einholen. Sind die Schlafstörungen regelmäßig und dauerhaft, sollte man auf jeden Fall in Erwägung ziehen an einer Angststörung zu leiden.

  1. Vermeidung

Um nicht ständig die Angst fühlen zu müssen, neigen die Betroffenen zu Vermeidungsverhalten. Insbesondere bei Phobien werden die angstauslösenden Gegenstände oder Situationen (Spinnen, Menschenansammlungen, Höhen, Spritzen, Hunde, etc.) gemieden oder umgangen. Man organisiert sein Leben um die Angst herum, so dass man nicht mit der angstauslösenden Situation in Berührung kommt.

  1. Panikattacken

Eine plötzlich auftretende Episode intensiver Angst, verbunden mit körperlichen Symptomen, wie oben beschrieben, überfällt den oder die betroffene Person. Hinzu kommen intensive Gefühle von Angst die Kontrolle zu verlieren, oder verrückt zu werden. Diese Episode dauert meist nur wenige Minuten und zwingt den Menschen oft fluchtartig dazu die Situation zu verlassen. Meist folgt einer Panikattacke die ständige Angst vor einer erneuten Attacke. Bei diesen Symptomen spricht man auch von einer Panikstörung.

  1. Zwangshandlungen

Zwangshandlungen werden ausgeführt, da sie den Betroffenen ein Gefühl von Sicherheit geben und die Angst verringern. Typische Zwangshandlungen sind z.B. mehrfache Kontrollen (z.B. ob der Herd ausgestellt wurde), Zählen, Anordnen, Waschzwang, Putzzwang, usw.

Angststörung Symptome 1 Angststörung Symptome

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Zwangshandlungen von Zwangsgedanken begleitet werden (z.B. Angst vor Unordnung, wenig Vertrauen in sich, wenn man dazu neigt, oft die eigenen Handlungen zu kontrollieren und vieles mehr).

  1. Schreckhaftigkeit

Die ängstliche Person zuckt schnell zusammen, wenn sie sich erschreckt. Überhaupt ist sie leicht zu erschrecken. Ausgelöst wird der Schreckt meist durch ein plötzliches lautes Geräusch oder eine ruckartige Bewegung. Oft liegt der Schreckhaftigkeit eine gewisse Grundangst zugrunde.

  1. Unsicherheit

Manche Betroffene suchen aufgrund ihrer Ängstlichkeit immer die Bestätigung und den Schutz von anderen Personen. Sie fühlen sich unsicher und brauchen den anderen, der ihnen Entscheidungen abnimmt oder die Führung übernimmt. Die Angst überschattet den Selbstwert, der oft verschüttet ist. Sie fahren ungern allein irgendwohin und fragen oft andere um Rat.

  1. Perfektionismus

Hinter dem perfektionistischen Streben steckt die Angst zu Versagen oder nicht gut genug zu sein. Betroffene denken man sei nur liebenswert, wenn sie alles perfekt machen. Sie meinen, sie hätten keine Existenzberechtigung, wenn nicht ständig außergewöhnliche Ergebnisse abgeliefert werden. Hilfe bei Perfektionismus ->

  1. Sozialer Rückzug

Dieses Symptom ist besonders bei der sozialen Phobie ausgeprägt. Die betroffenen Personen fürchten sich vor sozialen Kontakten, da sie Angst davor haben etwas falsch zu machen und den prüfenden Blicken der anderen nicht standhalten zu können. Ähnlich wie beim Perfektionismus steckt die Angst dahinter nicht gut genug. Nur dass die Betroffenen es nicht durch Perfektionismus kompensieren, sondern sich sozial zurückziehen, um sich der kritischen Beurteilung zu entziehen.

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Natürlich müssen nicht immer alle Symptome auf einmal auftreten. Oft dominiert das Symptom der jeweiligen Angststörung.

Im Allgemeinen unterscheidet man folgende Subtypen:

  • Panikstörung (siehe Punkt 1 und 5)
  • Generalisierte Angststörung (siehe Punkt 2,3,8 und 9)
  • Phobien (siehe Punkt 1,4,7 und 8)
  • Zwangsstörung (siehe Punkt 1,6 und 8)
  • Hypochondrie (Angst an einer schweren, körperlichen Krankheit zu leiden; siehe Punkt 2,3 und 8)
  • Posttraumatische Belastungssituation (PTBS). Hierbei handelt es sich um traumatische Ereignisse, welche nicht adäquat verarbeitet werden konnten und in Form von Bildern, Alpträumen und Deja vu wieder erlebt werden und den Betroffenen erneut traumatisieren (siehe Punkt 1,3,5,7 und 10).
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Solltest du bei dir ein oder mehrere Symptome bemerken, ist es ratsam zunächst zum Hausarzt zu gehen und abklären zu lassen, ob mögliche organische Ursachen für die Symptome verantwortlich sind. Ist dies nicht der Fall oder besteht Unklarheit, wird meist zu einem entsprechenden Psychiater oder Psychotherapeuten überwiesen. Dieser stellt dann meist die Diagnose einer Angststörung und behandelt die Störung mit Hilfe von Medikamenten und der geeigneten Therapie. Empfehlenswert ist die kognitive Verhaltenstherapie, in welcher der Patient zu verstehen lernt, welche Denkabläufe seiner Angst zugrunde liegen, um diese möglicherweise zu korrigieren.

Bei starken Angstsymptomen und lang andauernder Angststörung ist es auch ratsam einen stationären Aufenthalt in einer Spezialklinik einzuplanen.

Leidest du unter moderaten Ängsten, welche nicht unbedingt therapeutisch behandelt werden müssen, so empfehle ich dir mein Selbsthilfeprogramm

Online – Kurs „Angst und Panikattacken loswerden“,

in dem ich dir 6 verschiedene Schritte vorstelle, mit deren Hilfe du deine Ängste reduzieren kannst. Du lernst dir in akuten Situationen selbst zu helfen und bekommst so die Kontrolle über deine Gefühle zurück. Der Kurs eignet sich auch ideal als Ergänzung zu einer begleitenden Therapie, wobei er diese auf keinen Fall ersetzt.

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