Ernährung gegen Stress

– Ernährung gegen Stress –

Gibt es eine Stressreduktion durch die richtige Ernährung? Ja, hier kannst du interessante Informationen über Gesundheit und eine stressreduzierende Ernährung finden…

Sind wir ständigem Stress ausgesetzt und können uns nicht durch entsprechende Entspannungszustände wieder ins Gleichgewicht bringen, so kann dies zu chronischen Stresssymptomen führen. Chronischer Stress sorgt dafür, dass ständig Cortisol ausgeschüttet wird. Gleichzeitig wird die Serotoninproduktion gehemmt und kann zu unterschiedlichen Erkrankungen im psychischen Bereich und auf körperlicher Ebene führen. Die stressbedingt, dauerhaft erhöhte Ausschüttung des Hormons Cortisol nimmt Einfluss auf das Immunsystem des Menschen. Dies kann wiederum zu erhöhter Infektanfälligkeit führen. Um dem vorzubeugen hilft die richtige Ernährung gegen Stress.

Dauerstress kann dazu führen, dass unser Gehirnstoffwechsel aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Der daraus resultierende Serotoninmangel im Gehirn kann wiederum zu ernsthaften psychischen Erkrankungen führen. Hierzu gehören Depressionen, Angsterkrankungen und verschiedene neurologische Störungen.

Wie wir gesehen haben, führen nicht nur äußere Faktoren und mentale Prozesse zu innerem Stress. Zusätzlich kann auch eine mangelnde Versorgung unseres Organismus mit notwendigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien, welche das Gehirn und den Körper in seiner Funktion unterstützen, eine weitere Ursache für die Entstehung von Stress sein.

Zellgifte

Auch ein zu viel an Zellgiften durch falsche Ernährung, zu viel Alkohol und schädlichen Substanzen, wie Tabak, Zucker und sogar Koffein können dem Gehirnstoffwechsel, sowie dem gesamten Zellstoffwechsel massiv schaden. All diese Substanzen sind Nervengifte. Sie produzieren Erregungszustände im Gehirn und können Ängste und Panikattacken auslösen.

Nun ist der gelegentliche Konsum von Alkohol, Zucker oder Koffein für sich genommen nicht unbedingt schädlich. Es kann sogar ganz gesund sein, wenn man gelegentlich abends ein Glas Rotwein zu sich nimmt. Auch gegen ein bis zwei Tassen Kaffee am Tag ist nichts einzuwenden. Wie so häufig, kommt es stets auf die Menge an, welche „das Fass zum Überlaufen“ bringen kann.

Bevor wir jedoch die entsprechenden Schritte in die richtige Richtung unternehmen können, ist es wichtig, dass wir uns einmal darüber bewusst werden, von welchen Substanzen, bzw. Schadstoffen wir unserem Körper zu viel zumuten.

Beobachte dich einmal eine Woche lang:
  • Wie oft nimmst du schädliche Substanzen zu dir?
  • Gibt es wohl möglich sogar eine Regelmäßigkeit, oder gar schon eine Sucht?
  • Wie schaut es mit Fastfood (Pommes, Hamburger, Bratwürstchen, etc.) aus?

Notiere dir eine Woche lang, wie oft du deinem Körper ein Zuviel an Zellgiften zumutest

Sobald du dir einen genauen Überblick darüber verschafft hast, welche schädlichen Substanzen du in zu hohem Maße zu dir nimmst, so besteht der nächste logische Schritt darin, diese Substanzen zu reduzieren, bzw. möglichst ganz zu meiden.

Leider ist es jedoch noch nicht damit getan, deinen Körper nur vor Nervengiften zu schützen, sondern du musst ihn auch aktiv mit lebensnotwendigen Nährstoffen und Substanzen versorgen.

Um ein harmonisches Zusammenarbeiten der Körperfunktionen, sowie der Gehirnstoffwechseltätigkeit zu gewährleisten, ist es wichtig ihn mit den dafür notwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen zu versorgen.

 

Doch welche Lebensmittel und Nährstoffe wirken Stress – reduzierend ?

 

Manche Lebensmittel sind besonders dazu geeignet die Nerven zu stärken und unterstützen den Körper im Kampf gegen den Stress. Sehr oft mangelt es Menschen, die an Ängsten, Depressionen oder Stress leiden, an Vitaminen. Insbesondere die Vitamine B, C und Vitamin D sind häufig unterrepräsentiert.

 

Welche Vitamine wirken besonders Stress reduzierend ?

 

Vitamin B1:

Dieses Vitamin ist ein wahrer Energielieferant und es stärkt das Nervensystem.

Man findet es in folgenden

Lebensmitteln: Hefe, Gemüse, Kartoffeln, Getreide, Bohnen.

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B2 ist ein natürlicher Stresskiller. Es bremst die Aktivität der Stresshormone und reduziert die Anspannung. Dieses Vitamin ist für die Umwandlung von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten in Energie zuständig.

Lebensmittel: Milchprodukte, Lachs, Pilze, Brokkoli und Spargel

 

Vitamin B3:

Vitamin B3 stärkt den Muskelaufbau und unterstützt den Stoffwechsel, sowie das Nervensystem.

Lebensmittel: Datteln, Hülsenfrüchte, Geflügel, Fleisch, Milchprodukte, Eier

 

Vitamin B12

Vitamin B12 ist für die Herstellung von roten Blutkörperchen verantwortlich. Es trägt zur optimalen Funktion des Gehirns bei und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Es stärkt die nervliche Belastbarkeit und wirkt depressionsmindernd. Des Weiteren vermindert Vitamin B12 Erregungszustände im Gehirn, reduziert Ängste und verringert Müdigkeit.

Lebensmittel: Nüsse, Avocados, Karotten, Blumenkohl, Süßkartoffeln, Eier, Milchprodukte, Trockenfrüchte, Fisch, Fleisch, insbesondere Leber (Innereien)

Vitamin D

Vitamin D kann von uns nur produziert werden, wenn unser Körper mindestens 20 Minuten Sonnenlicht am Tag abbekommt. Daher nennt man es auch das Sonnenvitamin. 80-90 % des körperlichen Bedarfs wird durch die direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut hergestellt. Die Aufnahme des Vitamin D über die Nahrung spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Vitamin D beugt Entzündungsreaktionen vor, stärkt die Knochen und regt das Zellwachstum an.

Lebensmittel: Thunfisch, Milch, Saft, Hering, Lachs (Fettfische), Innereien (Leber), Eier, Käse, Butter, Pilze, Vokal

 Vitamin C

Ebenso wie bei den anderen vorgenannten Vitaminen, ist unser Körper nicht in der Lage, dieses Vitamin selber herzustellen; wir müssen es daher über die Nahrung aufnehmen.

Vitamin C ist ein starkes Antioxidationsmittel. Es fängt die freien Radikale im Blut, im Gehirn und in den Körperzellen und macht sie unschädlich. Vitamin C dient als Gefäßschutz, macht das Blut dünnflüssig und glättet die Innenwände der Arterien. Doch das Vitamin C kann noch viel mehr: es kräftigt das Bindegewebe, da es u.a. für die Kollagenproduktion zuständig ist, des Weiteren stärkt es das Immunsystem, hilft bei der Eisenaufnahme und reguliert den Hormonhaushalt. Ebenso entgiftet es die Leber, in dem es die Leberenzyme aktiviert.

Lebensmittel: saure Früchte; wie Orangen, Zitronen, Grapefruit, Kiwi und Ananas, Brokkoli, Beeren, Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Tomaten, Paprika, Kartoffeln und Avocado.

 

Mineralstoffe, Antioxydantien und Aminosäuren

zur Stressreduktion

1.Magnesium

Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der über die Nahrung zugeführt werden muss (essentieller Nährstoff). Er dient dem Erhalt der Nervenfunktionen und ist ausserdem für eine gut funktionierende Muskulatur zuständig. Ebenso ist er an der Bildung zahlreicher wichtiger Enzyme beteiligt. Magnesium normalisiert den Energiestoffwechsel des Körpers.

Lebensmittel:

gute Quellen sind; Heidelbeeren, Bananen, Grünkohl und Haferflocken, roher Kakao und Nüsse.

 

2.Kalium

Kalium spielt eine wichtige Rolle für die Entstehung von Nervenimpulsen und deren Übertragung an die Muskelfasern und das Herz. Hinzukommend reguliert Kalium den Wasserhaushalt der Zellen, wirkt entwässert und harntreibend. Ebenso wie Magnesium ist auch Kalium wichtig für die Bildung zahlreicher Enzyme.

Lebensmittel: Bananen, Rosenkohl, Aprikosen, Kartoffeln, Spinat, Rote Bete, Avocado, Trockenfrüchte, Brokkoli

3.Mangan

Mangan ist an der Herstellung von Dopamin (Neurotransmitter) beteiligt. Es aktiviert ausserdem zahlreiche Enzyme und hilft beim Aufbau des Bindegewebes.

Lebensmittel: Getreide, Reis, Heidelbeeren, Spinat

4.Zink

Zink ist wichtig für die Immunfunktion unseres Körpers und hilft ebenso bei Angst und Depression

Lebensmittel: Cashewnüsse, Bohnen, Milchprodukte, Vollkorn, Fleisch und Fisch

 

 Antioxidantien:

Antioxidantien sind hervorragend im Kampf gegen freie Radikale geeignet, die insbesondere bei starker Stressbelastung entstehen. Man findet sie vor allem in Beerenfrüchten, Zitrusfrüchten, Heidelbeeren und Blattsalaten

Tryptophan

die Aminosäure ist ein Vorläufer des Glückshormons Serotonin. Es hilft dabei den Körper zu entspannen, den Stress zu reduzieren, und wirkt ausgleichend.

Tryptophan findet man in hoher Konzentration vor allen in folgenden

Lebensmitteln: Amaranth, roher Kakao, Feigen.

 

Welche 12 Nahrungsmittel sind nun

die besten Stresskiller?

 

Zusammenfassend können wir festhalten, dass die nachfolgend aufgeführten Nahrungsmittel ein starkes Heer im Kampf gegen den Stress bilden:

Stressreduktion durch die richtige Ernährung
      1. Bananen: Magnesium, Kalium
      2. Heidelbeeren: Antioxidantien, Magnesium, Mangan, Vitamin C
      3. Roher Kakao: Tryptophan, Magnesium, Kalium, Zink, Mangan
      4. Nüsse: Zink, Vitamin B12
      5. Avocados: Kalium, Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin C
      6. Kartoffeln: Kalium, Vitamin B1, Vitamin C
      7. Milchprodukte: Zink, Calcium Vitamin B12, Vitamin B3, Vitamin D
      8. Fleisch, Fisch: Zink, Vitamin B12, Vitamin B3, Vitamin B2, Eisen
      9. Amaranth: Tryptophan, Zink, Mangan, Eisen, Magnesium
      10. Zitrusfrüchte: Antioxidantien, Vitamin C
      11. Trockenfrüchte: Vitamin B12, Kalium
      12. Grünkohl: Magnesium, Vitamin C

Diese 12 Lebensmittel sind also die besten Nahrungsmittel, um Stress zu reduzieren.

Um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, sollten wir dem Körper alle notwendigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Mix mit der täglichen Nahrung zu führen. Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Wasser sollten natürlich ebenso nicht fehlen.

Weitere Ernährungstipps:

Versuche möglichst natürliche Nahrungsmittel zu dir zu nehmen und meide Fertigprodukte und Zusatzstoffe in der Nahrung. Iss mindestens 3 Portionen Obst und Gemüse am Tag. Reduziere deinen Fleischkonsum; einmal in der Woche Fleisch und einmal Fisch sollte reichen. Nimm den Rest der Proteine auch gerne über pflanzliche Nahrung (z.B. Hülsenfrüchte) zu dir. Versuche mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag zu trinken. Meide tierische Fette und greif lieber öfters zu pflanzlichen Alternativen; vor allem Olivenöl, Sonnenblumenöl (auch ideal geeignet zum Braten) und Rapsöl gehören zu den ungesättigten Fetten und sind besonders bekömmlich und gesund.

Vermeide raffiniertes Getreide (Weißmehl) möglichst ganz. Probiere doch stattdessen einmal Brote aus Dinkelvollkornmehl, Amaranth, oder Quinoamehl. Es ist meist nur eine Frage der Gewohnheit, statt des Geschmacks.

Zum Schluss noch ein guter Tipp zur Entlastung des Stoffwechsels und zur Beruhigung des Gehirns:

Probiere doch mal das intermittierende Fasten aus;

Das intermittierende Fasten beschreibt einen Zeitraum von 14 bis 16 Stunden, in dem du nichts Essbares zu dir nimmst. Ideal ist der Zeitraum zwischen Abendbrot und Frühstück. Wenn du also zuletzt um 18 Uhr etwas isst und dann erst wieder am nächsten Morgen zwischen 8 und 10 Uhr, so hast du diesen Zeitraum bereits gefastet. Praktizierst du dies regelmäßig, so tust du nicht nur deinem Stoffwechsel etwas Gutes, sondern nimmst wahrscheinlich auch ganz nebenbei noch etwas ab. 😊

 

Wenn du dich so gut, du kannst, an obige Richtlinien hälst, so wirst du höchstwahrscheinlich schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung deiner Stresssymptome feststellen und dich fitter und belastbarer fühlen. Um dir noch weitere Unterstützung zu holen und den Genesungsprozess zu beschleunigen, so empfehle ich dir einen Vitamin- und Mineralstoffstatus bei einem guten Naturheilkundearzt oder Heilpraktiker machen zu lassen. Ergänzend hierzu ist es sicher hilfreich auch mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln nachzuhelfen.

Hier kannst du ganz automatisch mit Hilfe von Affirmationen deine Essgewohnheiten umstellen. Ändere deine Einstellung hin zu einer gesunden und stressreduzierenden Ernährung!

 

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